Apolda und die Geschichte der Strickwarenindustrie
Eine Stadt, in deren Maschen mehr als 400 Jahre Geschichte stecken
Es beginnt mit einem Faden.
Noch gibt es keine Fabrikhallen, aus deren Fenstern Licht auf die Straßen fällt, keine dampfbetriebenen Maschinen und keine Eisenbahn, die Rohstoffe heranschafft und fertige Waren hinaus in die Welt trägt. In den Häusern Apoldas wird mit den Händen gearbeitet, mit einfachen Werkzeugen und mit dem, was die Landschaft ringsum hergibt. Auf den Weiden stehen Schafe, aus ihrer Wolle entstehen Dinge, die man braucht, wenn die Winter kalt sind. Und irgendwo zwischen Wohnstube und Werkstatt, zwischen alltäglicher Arbeit und dem Bemühen, eine Familie zu ernähren, beginnt aus diesem unscheinbaren Material eine Entwicklung, die das Gesicht der Stadt über Jahrhunderte verändern wird.
Heute verbindet man Apolda vor allem mit seinen Glocken. Doch lange bevor ihr Klang den Namen der Stadt weithin bekannt machte, war es ein sehr viel leiseres Geräusch, das hier den Alltag bestimmte: das Arbeiten mit Nadeln, später das Klappern der Wirk- und Strickmaschinen. Über Generationen entstanden Strümpfe und Handschuhe, Mützen, Pullover und Strickjacken. Rund um die Masche wuchsen Handel und Unternehmen, Werkstätten und Fabriken – bis schließlich eine ganze Stadt von der Strickwarenindustrie lebte.
Am Anfang dieser langen Entwicklung aber steht weder eine Fabrik noch eine Maschine. Es steht dort ein Mann, von dem kaum mehr geblieben ist als sein Name.
David, der Strickermann – die Anfänge der Apoldaer Strickerei
Im Apoldaer Erbzinsregister des Jahres 1593 findet sich eine Bezeichnung, die heute beinahe wie der Anfang einer Erzählung klingt: „David der Strickermann“.
Der Überlieferung nach soll dieser David den Menschen in Apolda gezeigt haben, wie sich Strümpfe mit fünf Nadeln stricken lassen. Ob sich das nach mehr als vier Jahrhunderten noch in allen Einzelheiten belegen lässt, bleibt offen. Doch vielleicht ist der Name selbst ohnehin die schönere Spur. Denn offenbar war das Stricken schon damals so eng mit diesem Mann verbunden, dass seine Tätigkeit genügte, um ihn von anderen zu unterscheiden. David war nicht einfach David. Er war der Strickermann.
Das Material für seine Arbeit musste nicht von weit her kommen. Auf den Weiden rund um Apolda wurden Schafe gehalten, deren Wolle sich zu warmen, widerstandsfähigen Strümpfen verarbeiten ließ. Zunächst blieben diese wohl vor allem dort, wo sie entstanden waren: im eigenen Haushalt, in der Nachbarschaft, in der näheren Umgebung. Doch nach dem Dreißigjährigen Krieg begann sich der Radius zu vergrößern. Händler nahmen Apoldaer Strümpfe mit nach Leipzig und Frankfurt an der Oder und boten sie auf den großen Messen an. Aus einem Handwerk für den unmittelbaren Bedarf wurde ein Geschäft.
Je weiter die Waren reisten, desto mehr wurden gebraucht. Und irgendwann reichten selbst viele geschickte Hände nicht mehr aus.
Als der Strumpfwirkstuhl das Tempo veränderte
Um 1690 kam Johann Nikolaus Eschner nach Apolda. Was er mitbrachte, wirkte neben den Maschinen späterer Jahrhunderte noch bescheiden, doch für die Stricker seiner Zeit muss es eine kleine Revolution gewesen sein: der Strumpfwirkstuhl.
Bis dahin war jeder Strumpf Masche für Masche von Hand entstanden, langsam und mit einer Fingerfertigkeit, die jahrelange Übung verlangte. Nun stand da eine Maschine, die ungefähr so viel leisten konnte wie sechs bis zwölf Handstricker. Um 1700 sollen erst etwa zehn solcher Wirkstühle in Apolda gestanden haben; wenige Jahrzehnte später waren es bereits mehrere Hundert.
Sie standen allerdings noch nicht in großen Fabriksälen. Die Arbeit blieb zunächst dort, wo sie seit jeher gewesen war: in den Häusern und kleinen Werkstätten der Stadt. Kaufleute, die man Verleger nannte, beschafften Wolle und Garne, verteilten sie an Wirkermeister und Heimarbeiter und holten später die fertigen Waren wieder ab, um sie auf Märkten und Messen zu verkaufen.
Für immer mehr Familien wurde die Strickerei zur wichtigsten Einnahmequelle, doch mit dem Verdienst kam die Abhängigkeit. Über Aufträge und Preise entschieden meist andere, und wenn Arbeit vorhanden war, musste sie erledigt werden. Der Wirkstuhl brachte damit nicht nur Geschwindigkeit in die Apoldaer Stuben. Er begann auch, den Takt des Lebens vorzugeben.
Aus Strümpfen wird Mode
Lange Zeit war dieser Takt vor allem für ein einziges Produkt geschlagen worden: den Strumpf. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts aber begann sich auf den Wirkstühlen etwas zu verändern.
Als Christian Zimmermann 1789 ein eigenes Verlegergeschäft gründete, setzte er nicht nur auf modernere Maschinen, sondern auch auf eine größere Vielfalt. Handschuhe entstanden, Käppchen, Kinderkleider und Röcke; zur heimischen Wolle kamen Baumwolle und Seide. Damit veränderte sich auch die Vorstellung davon, was eine Maschenware sein konnte. Sie musste nicht mehr allein warmhalten und ihren Zweck erfüllen. Sie durfte fein sein, farbig, mit Mustern versehen und dem Geschmack ihrer Zeit folgen.
Aus dem Gebrauchsgegenstand wurde Mode.
Die Napoleonischen Kriege unterbrachen den Aufschwung. Handelswege wurden unsicher, Transporte schwieriger, Kunden blieben aus, und die Zahl der Wirkstühle ging zeitweise zurück. Doch die Strickwarenherstellung erholte sich. Ihr größter Wachstumsschub lag sogar noch vor der Stadt.
Er kam 1846 auf eisernen Schienen.
Die Eisenbahn bringt Apoldas Strickwarenindustrie in Bewegung
Als die Eisenbahn Apolda erreichte, verkürzten sich nicht nur Reisezeiten. Für die Strickwarenhersteller schien die Welt selbst ein Stück kleiner zu werden. Wolle und Baumwolle konnten schneller und in größeren Mengen herangeschafft werden, fertige Waren gelangten leichter zu Händlern und Kunden.
Zur neuen Geschwindigkeit des Transports kam die neue Geschwindigkeit der Produktion. Dampfmaschinen und modernere Strickmaschinen hielten Einzug, und die Arbeit, die über Jahrhunderte in Wohnstuben und kleinen Werkstätten stattgefunden hatte, wanderte allmählich in größere Betriebe. Fabriken entstanden, in denen nun viele Menschen gemeinsam produzierten.
Mit ihnen wuchs ringsum eine zweite Industrie. Färbereien gaben den Garnen ihre Farben, Maschinenbauer entwickelten und reparierten die Technik, Kartonagenhersteller lieferten Verpackungen, Händler und Fuhrleute sorgten dafür, dass die Waren Apolda verließen. Fabrikgebäude und Arbeiterwohnungen entstanden, erfolgreiche Unternehmer bauten größere Häuser und Villen.
Die Strickwarenindustrie hatte begonnen, die Stadt selbst zu formen. Apolda entwickelte sich zu einem bedeutenden Zentrum der deutschen Strick- und Wirkwarenindustrie und wurde zeitweise sogar das „Thüringische Manchester“ genannt.
Mitten in diesem geschäftigen Apolda öffnete 1896 eine weitere Strickerei ihre Türen.
Emil Moths und eine Strickerei, die bleiben sollte
Für die Stadt war die Gründung der Strickerei von Emil Moths zunächst kein Ereignis, von dem man hätte ahnen können, dass es mehr als ein Jahrhundert später noch von Bedeutung sein würde. Betriebe dieser Art gab es viele. Doch Moths' Unternehmen wuchs; bereits 1904 arbeiteten dort 25 Menschen, das Stammhaus stand in der heutigen Lessingstraße 67.
Emil Moths interessierte sich nicht nur dafür, was seine Maschinen produzierten, sondern auch dafür, wie sie es taten. 1923 erhielt er ein Patent für eine Jacquardeinrichtung an Doppelschlossstrickmaschinen, mit deren Hilfe sich aufwendigere Muster herstellen ließen. Er verkaufte das Patent und erhielt dafür mehrere moderne Flachstrickmaschinen – ein Tausch, der viel über eine Zeit erzählt, in der technische Möglichkeiten unmittelbar darüber entschieden, was eine Strickerei fertigen konnte.
Dass gerade dieser Betrieb eines Tages der letzte industrielle Strickwarenhersteller Apoldas sein würde, hätte damals vermutlich niemand erwartet. Noch war die Branche groß, die Fabriken waren voller Menschen.
Doch auch dieser Erfolg hatte einen Preis.
Die Menschen hinter den Maschinen
Die glänzende Seite der Industrialisierung lässt sich in Produktionszahlen, neuen Fabriken und wachsenden Absatzmärkten erzählen. Die andere Seite findet sich in den Arbeitstagen der Menschen, die all das hervorbrachten. Vor dem Ersten Weltkrieg waren in Apolda Arbeitszeiten von bis zu 16 Stunden keine Seltenheit. Besonders Heimarbeiter mussten lange an ihren Maschinen sitzen, um genug für ihre Familien zu verdienen; wer zu Hause produzierte, kannte kaum eine klare Grenze zwischen Arbeit und Privatleben.
Frauen trugen einen erheblichen Teil dieser Arbeit. Sie bedienten Maschinen, bereiteten Garne vor, nähten Strickteile zusammen und kontrollierten fertige Waren, während Haushalt und Kinderbetreuung meist ebenfalls bei ihnen lagen. Die Textilindustrie, deren Fabriken das Stadtbild bestimmten, ruhte damit zu einem beträchtlichen Teil auf Arbeit, die nicht immer die Anerkennung erhielt, die ihrer Bedeutung entsprochen hätte.
Doch die Beschäftigten begannen, ihre Interessen gemeinsam zu vertreten. 1891 beteiligte sich der Apoldaer Wirkermeister August Baudert an der Gründung des Deutschen Textilarbeiterverbands. Es ging um höhere Löhne, kürzere Arbeitszeiten und bessere Bedingungen – um die Frage also, welchen Anteil diejenigen am industriellen Fortschritt haben sollten, die Tag für Tag an den Maschinen saßen.
Die Apoldaer Strickwarenindustrie in der DDR
Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte Apolda zur DDR, und die Strickwarenindustrie fand sich in einer Wirtschaftsordnung wieder, die mit jener der Vorkriegszeit wenig gemein hatte. Private Unternehmen wurden zunehmend staatlich beteiligt, verstaatlicht oder in größere volkseigene Betriebe eingegliedert. Einer der bedeutendsten war der VEB Thüringer Obertrikotagen Apolda, kurz TOA, in dem in den 1980er-Jahren fast 3.000 Menschen arbeiteten.
Auch die frühere Strickerei von Emil Moths wurde Teil dieser Entwicklung. 1956 wurde dem Unternehmen eine staatliche Beteiligung auferlegt; aus dem privaten Betrieb wurde ein sogenanntes halbstaatliches Unternehmen. 1972 folgte die vollständige Verstaatlichung, und der Betrieb erhielt den Namen strickchic. Zwei Jahre später wurde er mit weiteren Betrieben zum VEB Herrenobertrikotagen zusammengeschlossen.
Was sich auf dem Papier nach Eigentumsformen und Betriebsstrukturen liest, änderte nichts daran, dass die Qualität der Produktion weiterhin vom Können der Menschen abhing. Sie wussten, wie sich ein Garn unter Spannung verhielt, woran sich Fehler im Maschenbild früh erkennen ließen und welche Einstellungen verändert werden mussten. Vieles davon stand in keinem Handbuch, sondern wurde im Betrieb von einer Generation an die nächste weitergegeben.
Dann kam das Jahr 1990 – und plötzlich war nicht mehr die Organisation der Betriebe das Problem, sondern ihre Existenz.
1990: Als in Apolda die Maschinen verstummten
Mit der deutschen Wiedervereinigung brachen die bisherigen Absatzmärkte in kurzer Zeit weg. Waren, die über Jahre zuverlässig verkauft worden waren, fanden keine Abnehmer mehr; zugleich standen die Apoldaer Unternehmen plötzlich im Wettbewerb mit westdeutschen Herstellern und einer internationalen Textilproduktion, deren Preise unter deutschen Bedingungen kaum zu erreichen waren.
Betriebe schlossen, wurden verkauft oder drastisch verkleinert. Produktionshallen leerten sich, Tausende Menschen verloren ihre Arbeit. Für eine Stadt, in der ganze Familien über Generationen mit der Textilindustrie verbunden gewesen waren, bedeutete das mehr als einen wirtschaftlichen Strukturwandel. Innerhalb weniger Jahre verschwand ein Teil des Apoldaer Alltags, der zuvor selbstverständlich erschienen war.
Auch strickchic stand vor einer Zukunft, für die es keinen fertigen Plan gab. 1990 wurde das Unternehmen zunächst als Treuhandbetrieb weitergeführt, 1992 erfolgte die Reprivatisierung. Die Familie von Emil Moths erhielt die Geschäftsanteile zurück; Alfred Rosner und sein Sohn Gerald Rosner übernahmen den Betrieb.
Doch sie bekamen zwar ein Unternehmen zurück – nicht aber den Markt, auf dem es zuvor gelebt hatte. Wollte die Strickerei überleben, musste sie aufhören, etwas sein zu wollen, das andere längst billiger konnten.
Nach 1990: Nicht größer, sondern besser
Der neue Weg führte weg von der Masse und hin zu Produkten, bei denen Erfahrung wichtiger war als der niedrigste Stückpreis. Zum 100-jährigen Firmenjubiläum wurde 1996 eine neue, rund 600 Quadratmeter große Strickerei eingeweiht, später kamen weitere Produktionsflächen hinzu. Doch größer zu werden war nicht mehr das eigentliche Ziel. Entscheidend wurde die Fähigkeit, Dinge zu fertigen, für die große Produzenten zu unflexibel waren.
Kleine Serien für Designer und Modeunternehmen verlangten genau jene Erfahrung, die in Apolda noch vorhanden war. Garne mussten ausprobiert, Muster entwickelt, Schnitte angepasst und Maschinen programmiert werden. Ein Kleidungsstück, das später selbstverständlich aussieht, kann zuvor mehrere Versuche erfordert haben, bis Material, Konstruktion und Maschine zueinanderpassen.
2007 führte diese Spezialisierung in ein Gebiet, das mit dem Strumpf von David dem Strickermann auf den ersten Blick kaum noch etwas gemeinsam hatte. Gemeinsam mit Partnern aus Forschung und Entwicklung beschäftigte sich strickchic mit Smart Textiles. Es entstanden unter anderem aktiv beheizbare Textilien, aus denen sich später warmX entwickelte; gemeinsam mit Textilforschungs- und Fraunhofer-Instituten wurde an textilen Stromkreisen und weiteren Anwendungen gearbeitet. Plötzlich konnte eine gestrickte Fläche nicht nur wärmen oder kleiden, sondern selbst Bestandteil einer technischen Lösung sein.
Mehr als vierhundert Jahre technischer Entwicklung liegen zwischen den fünf Nadeln des Strickermanns und einem leitfähigen Textil. Das Grundprinzip aber ist vertraut geblieben: Ein Faden bildet eine Masche, die nächste greift in sie hinein – und daraus entsteht eine Fläche.
Der Troyer kommt nach Apolda
2008 nahm strickchic die Produktion klassischer Seemannstroyer auf – eines Kleidungsstücks, dessen Herkunft zunächst kaum weiter von Thüringen entfernt sein könnte. Der schwere Pullover mit seinem hohen Kragen stammt aus der Welt der Seefahrt, wo Kleidung nicht in erster Linie beeindrucken, sondern bei Wind und Kälte zuverlässig ihren Dienst tun musste.
Vielleicht passt der Troyer gerade deshalb so gut nach Apolda. Denn bei aller maritimen Herkunft verlangt die Herstellung eines Troyers etwas, das die Stadt seit Jahrhunderten kennt: Erfahrung mit Garn und Maschen, mit Form und Verarbeitung und mit der Frage, wie man ein Kleidungsstück so fertigt, dass es nicht nur heute gut aussieht, sondern lange getragen werden kann.
2014 kamen die Troyermarken Jan, Hein und Fiete hinzu, 2016 entstand unter dem Namen Blauer Peter ein eigener Direktvertrieb. Heute werden in Apolda neben Troyern auch Troyer-Jacken, Mützen, Schals und weitere Strickwaren gefertigt.
Es sind keine Mengen mehr, von denen eine ganze Stadt leben könnte. Doch die Maschinen laufen noch.
Apoldas letzter industrieller Strickwarenbetrieb
Von der einst gewaltigen Apoldaer Strickwarenindustrie ist vieles verschwunden. Fabriken wurden abgerissen, stehen leer oder dienen längst anderen Zwecken. Die Zeiten, in denen Tausende Menschen täglich in den Textilbetrieben arbeiteten, gehören der Vergangenheit an.
strickchic ist heute der letzte industrielle Strickwarenbetrieb Apoldas. Entwicklung, Strickerei und Konfektion befinden sich weiterhin in der Stadt, in der vor mehr als vierhundert Jahren ein Mann lebte, den man den Strickermann nannte. Moderne Flachstrickmaschinen fertigen kleine Serien für Designer und Modeunternehmen, technische Textilien und klassische Strickwaren. Heute führen Gerald Rosner und sein Sohn Christoph Müller das Unternehmen; seit 2025 arbeitet mit Paul Gerlach, dem jüngsten Sohn von Gerald Rosner, bereits die nächste Generation im Betrieb.
Wer heute einen Troyer, einen Pullover oder eine Mütze aus Apolda in der Hand hält, sieht all das nicht. Man sieht Garn und Farbe, Maschen und Nähte, einen Kragen oder ein Bündchen. Doch der Weg bis zu diesem Kleidungsstück führt weit zurück – durch Wohnstuben und Fabriksäle, vorbei an Wirkstühlen und Dampfmaschinen, durch politische Systeme, wirtschaftliche Umbrüche und immer neue technische Möglichkeiten.
Die Werkzeuge haben sich verändert. Fabriken wurden gebaut und geschlossen, Unternehmen gegründet, verstaatlicht und wieder privatisiert. Von einer Industrie, die einst fast überall in Apolda zu Hause war, ist ein einziger industrieller Strickwarenbetrieb geblieben.
Nur der Faden ist nie ganz abgerissen.