Apolda und die Geschichte der Strickwarenindustrie

Apolda und die Geschichte der Strickwarenindustrie

Über 400 Jahre Stricktradition – von den ersten Strümpfen bis zur modernen Strickproduktion

Apolda in Thüringen ist heute vielen Menschen vor allem als Glockenstadt bekannt. Mindestens ebenso bedeutend für die Entwicklung der Stadt war jedoch über Jahrhunderte die Strick- und Wirkwarenindustrie. Strümpfe, Socken, Handschuhe, Mützen, Pullover und Strickjacken aus Apolda wurden weit über Thüringen hinaus verkauft. Die Textilproduktion bestimmte Arbeitsplätze, Stadtbild und das Leben vieler Familien.

Im 19. und 20. Jahrhundert entwickelte sich Apolda zu einem bedeutenden Zentrum der deutschen Strick- und Wirkwarenindustrie. Zeitweise wurde die Stadt wegen ihrer starken Industrialisierung sogar als „Thüringisches Manchester“ bezeichnet.

Die Geschichte der Apoldaer Strickwarenindustrie reicht jedoch wesentlich weiter zurück – bis ins 16. Jahrhundert.

Die Anfänge der Stricktradition im 16. Jahrhundert

Im Apoldaer Erbzinsregister von 1593 wird ein Mann namens „David der Strickermann“ erwähnt. Nach der Überlieferung brachte er den Menschen in Apolda das Strumpfstricken mit fünf Nadeln bei. Ob sich jede Einzelheit dieser Geschichte heute noch zweifelsfrei belegen lässt, ist schwer festzustellen. Sie steht jedoch sinnbildlich für den Beginn einer Tradition, die Apolda über mehr als vier Jahrhunderte prägen sollte.

Damals lebten viele Einwohner von Landwirtschaft, Viehzucht und Handwerk. Wolle von Schafen aus der Umgebung war ein verfügbarer Rohstoff und eignete sich zur Herstellung warmer und haltbarer Strümpfe.

Nach dem Dreißigjährigen Krieg gewann das Strickhandwerk an wirtschaftlicher Bedeutung. Apoldaer Strümpfe wurden auf überregionalen Messen angeboten, unter anderem 1654 in Leipzig und 1663 in Frankfurt an der Oder.

Aus einem örtlichen Handwerk entwickelte sich zunehmend ein Wirtschaftszweig mit überregionalen Handelsbeziehungen.

Der Wirkstuhl verändert die Herstellung von Maschenwaren

Einen wichtigen technischen Entwicklungsschritt brachte um 1690 der Wirker und Händler Johann Nikolaus Eschner nach Apolda: den Strumpfwirkstuhl.

Im Gegensatz zum Handstricken ermöglichte der Wirkstuhl eine wesentlich höhere Produktionsleistung. Historischen Angaben zufolge konnte ein Wirkstuhl ungefähr die Leistung von sechs bis zwölf Handstrickern erreichen.

Um 1700 gab es in Apolda zunächst nur etwa zehn Wirkstühle. Wenige Jahrzehnte später waren es bereits mehrere Hundert.

Gleichzeitig entstand das sogenannte Verlagssystem. Kaufleute – die Verleger – beschafften Wolle, verteilten sie an Wirkermeister und übernahmen anschließend den Verkauf der fertigen Waren.

Die eigentliche Produktion fand häufig weiterhin in den Wohnungen der Familien statt. Frauen, Männer und teilweise auch Kinder waren an der Herstellung beteiligt. Die entstehende Textilwirtschaft brachte Einkommen, bedeutete für viele Familien aber zugleich lange Arbeitszeiten und wirtschaftliche Abhängigkeit.

Vom Strumpf zur modischen Strickware

1789 gründete Christian Zimmermann ein eigenes Verlegergeschäft. Er setzte auf modernere Wirkstühle und erweiterte das Sortiment.

Neben Strümpfen wurden zunehmend Handschuhe, Käppchen, Kinderkleider, Röcke und andere Bekleidungsstücke hergestellt. Neben Schafwolle kamen Baumwolle und Seide zum Einsatz.

Damit begann eine Entwicklung, die für Apolda langfristig entscheidend werden sollte: Aus der Herstellung einfacher Strumpfwaren entwickelte sich zunehmend die Produktion modischer Strickbekleidung.

Die Napoleonischen Kriege unterbrachen diesen Aufschwung. Durchmärsche, Plünderungen und gestörte Handelswege belasteten die Region. Zwischen 1803 und 1811 sank die Zahl der aktiven Wirkstühle deutlich.

Neue wirtschaftliche Möglichkeiten entstanden mit dem Deutschen Zollverein ab 1834. Noch wichtiger für die Industrialisierung war der Anschluss Apoldas an die Eisenbahn im Jahr 1846. Rohstoffe konnten nun schneller angeliefert und fertige Waren wesentlich einfacher in andere Regionen transportiert werden.

Dampfbetriebene Strick- und Wirkmaschinen beschleunigten die Entwicklung zusätzlich. Die Herstellung verlagerte sich zunehmend aus Wohnungen und kleinen Werkstätten in größere Produktionsbetriebe.

Apolda wird zum Zentrum der Strickwarenindustrie

Im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts erlebte Apolda einen starken wirtschaftlichen Aufschwung.

Aus der traditionellen Strumpfproduktion entwickelte sich eine umfangreiche Obertrikotagenindustrie. Gefertigt wurden Pullover, Strickjacken, Westen, Kleider und andere sichtbare Kleidungsstücke aus Maschenware.

Strickwaren boten dafür besondere Möglichkeiten. Unterschiedliche Garne, Farben, Muster und Maschenbindungen ließen sich miteinander kombinieren. Mustermeister und Direktricen entwickelten neue Modelle, während sich die eigentliche Herstellung zunehmend auf verschiedene spezialisierte Produktionsschritte verteilte.

Von der Textilindustrie profitierten zahlreiche weitere Wirtschaftszweige. Färbereien, Maschinenbauer, Kartonagenhersteller, Transportunternehmen und Händler arbeiteten unmittelbar oder mittelbar für die Strickwarenindustrie.

Die Bevölkerung Apoldas wuchs. Fabrikgebäude, Arbeiterwohnungen und Unternehmerhäuser veränderten das Stadtbild.

1896 entsteht eine Strickerei, die bis heute produziert

Mitten in dieser Blütezeit gründete Emil Moths im Jahr 1896 in Apolda seine eigene Strickerei.

Zu diesem Zeitpunkt gehörte Apolda zu den bedeutenden deutschen Zentren für Woll- und Strickwaren. Bereits 1904 beschäftigte der Betrieb von Emil Moths 25 Mitarbeiter und bezog das Stammhaus in der heutigen Lessingstraße 67.

1923 erhielt Emil Moths ein Patent für eine Jacquardeinrichtung an Doppelschlossstrickmaschinen. Das Patent wurde an einen Strickmaschinenhersteller verkauft. Als Gegenleistung erhielt das Unternehmen mehrere Flachstrickmaschinen und konnte seine Produktion erheblich erweitern.

Damit beginnt die direkte Unternehmensgeschichte von strickchic, die bis heute mit der industriellen Strickwarenproduktion in Apolda verbunden ist.

Arbeitswelt und soziale Veränderungen

Der wirtschaftliche Erfolg der Textilindustrie hatte auch Schattenseiten. Heimarbeiter arbeiteten teilweise extrem lange. Für die Zeit vor dem Ersten Weltkrieg wird in Apolda von Arbeitstagen mit bis zu 16 Stunden berichtet.

Frauen spielten eine besonders wichtige Rolle. Sie arbeiteten an Maschinen, nähten Strickteile zusammen, kontrollierten Waren und bereiteten Garne für die Produktion vor.

Mit der wachsenden Industrie entstanden zugleich Gewerkschaften und politische Bewegungen. Der Apoldaer Wirkermeister August Baudert gründete 1891 den Deutschen Textilarbeiterverband.

Die Geschichte der Strickwarenindustrie ist deshalb nicht nur eine Geschichte von Maschinen und Unternehmen. Sie erzählt ebenso von Arbeitsbedingungen, sozialen Veränderungen und dem Leben tausender Menschen.

Strickwarenproduktion in der DDR

Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte Apolda zur DDR. Die Textilindustrie wurde zunehmend in staatlich gelenkte Strukturen überführt.

Einer der wichtigsten Betriebe war der VEB Thüringer Obertrikotagen Apolda, kurz TOA. Ende der 1980er-Jahre arbeiteten dort mehrere Tausend Menschen. Strickwaren aus Apolda wurden in großen Stückzahlen produziert und in der gesamten DDR verkauft.

Auch die 1896 gegründete Strickerei von Emil Moths wurde von dieser Entwicklung erfasst.

1956 wurde dem Unternehmen zunächst eine staatliche Beteiligung aufgezwungen. 1972 erfolgte die vollständige Verstaatlichung. Der daraus entstandene volkseigene Betrieb erhielt den Namen strickchic.

1974 wurde er mit mehreren ehemaligen halbstaatlichen Unternehmen zum VEB Herrenobertrikotagen zusammengeschlossen.

Das über Generationen aufgebaute Wissen über Garne, Strickmaschinen, Schnitte und die Verarbeitung von Maschenwaren blieb jedoch in Apolda erhalten.

Der Zusammenbruch der Textilindustrie nach 1990

Mit Wiedervereinigung und Währungsunion änderten sich die wirtschaftlichen Bedingungen grundlegend.

Die ehemaligen DDR-Betriebe mussten plötzlich mit westdeutschen und internationalen Herstellern konkurrieren. Gleichzeitig nahm der Import preisgünstiger Textilien aus anderen Ländern stark zu.

Für Apolda waren die Folgen einschneidend.

Die große Textilindustrie der Stadt brach weitgehend zusammen. Betriebe wurden geschlossen, verkleinert oder verkauft. Tausende Arbeitsplätze gingen verloren. Auch Zulieferer und andere vom Textilgewerbe abhängige Unternehmen waren betroffen.

1990 entstand aus dem VEB Herrenobertrikotagen zunächst strickchic als Treuhandbetrieb.

1992 wurde das Unternehmen reprivatisiert. Die Erben des Firmengründers Emil Moths erhielten die Geschäftsanteile zurück. Alfred Rosner und sein Sohn Gerald Rosner führten das Unternehmen anschließend gemeinsam weiter.

Heute wird strickchic von Gerald Rosner und seinem Sohn Christoph Müller geführt und damit innerhalb der Familie in die nächste Generation fortgeführt. Seit 2025 ist mit Paul Gerlach, dem jüngsten Sohn von Gerald Rosner, ein weiteres Familienmitglied im Unternehmen tätig. Als Vertriebsleiter verantwortet er den Händler-Vertrieb.

Damit gelang etwas, was in der Apoldaer Textilindustrie nach 1990 keineswegs selbstverständlich war: Die industrielle Strickwarenproduktion wurde am Standort fortgeführt und über mehrere Generationen innerhalb der Familie weiterentwickelt.

Vom Massenmarkt zur spezialisierten Strickwarenproduktion

Die Rahmenbedingungen der Textilindustrie veränderten sich in den folgenden Jahren weiter.

1996 wurde zum 100-jährigen Firmenjubiläum eine neue, 600 Quadratmeter große Strickerei eingeweiht. 1999 folgte ein weiterer Neubau für die Konfektion, 2002 entstanden zusätzliche Flächen für Entwicklung, Dämpfe, Verwaltung und Verkauf.

Gleichzeitig wuchs der internationale Wettbewerbsdruck. Mit dem Wegfall von Einfuhrbeschränkungen und dem Wachstum großer Billigketten wurde es für eine deutsche Strickwarenproduktion zunehmend schwieriger, über den Preis mit internationaler Massenware zu konkurrieren.

strickchic reagierte darauf mit einer konsequenten Spezialisierung.

Statt austauschbarer Massenware rückten hochwertige Strickwaren, Produktentwicklung, technisch anspruchsvolle Stricklösungen sowie flexible Kleinserien in den Mittelpunkt.

Heute sind Entwicklung, Strickerei und Konfektion am Produktionsstandort Apolda eng miteinander verzahnt. Strickmuster werden programmiert, Schnitte konstruiert und Produkte anschließend in der eigenen Fertigung umgesetzt.

Für Designer und Unternehmen können individuelle Strickwaren bereits in kleinen Serien gefertigt werden. Gerade dort, wo besondere Garne, anspruchsvolle Maschenstrukturen, individuelle Schnitte oder kleinere Stückzahlen gefragt sind, besitzt eine flexible Produktion in Deutschland Vorteile gegenüber anonymer Massenfertigung.

Forschung, Smart Textiles und neue Nischenmärkte

Die Spezialisierung beschränkte sich nicht auf klassische Mode.

2007 entwickelte strickchic aktiv beheizbare Unterwäsche. Aus diesem neuen Geschäftsfeld entstand warmX, das sich auf intelligente Textilien und beheizbare Bekleidung spezialisierte.

In den folgenden Jahren wurde gemeinsam mit Textilforschungs- und Fraunhofer-Instituten an Forschungsthemen rund um textile Stromkreise und Smart Textiles gearbeitet.

Parallel entwickelte sich die Auftragsproduktion für Modedesigner und Modeunternehmen zu einem wichtigen Geschäftsfeld.

Damit steht die heutige Produktion exemplarisch für einen grundlegenden Wandel der deutschen Textilindustrie: weg von großen Stückzahlen standardisierter Ware und hin zu Know-how, Flexibilität, Spezialisierung und technologisch anspruchsvollen Nischen.

Der Troyer wird Teil der jüngeren Unternehmensgeschichte

2008 begann strickchic mit der Produktion klassischer Seemannstroyer.

2014 wurden die Troyermarken „Jan“, „Hein“ und „Fiete“ übernommen und das Geschäft mit maritimer Strickbekleidung weiter ausgebaut.

2018 entstand schließlich unter der Marke Blauer Peter der Direktvertrieb über troyer-shop.de. Seitdem werden Troyer, Troyer-Jacken, Mützen, Schals und weitere Strickwaren unmittelbar an Endkunden angeboten.

Auch diese Produkte werden in der eigenen Strickerei in Apolda gefertigt. Der Beitrag zeigt Schritt für Schritt, wie unsere Troyer in Apolda hergestellt werden. Die Produktion verbindet damit traditionelle Erfahrung in der Verarbeitung von Maschenware mit moderner Stricktechnik.

Der Troyer verbindet auf diese Weise zwei Geschichten miteinander: die jahrhundertealte Tradition der Apoldaer Strickwarenindustrie und die heutige Spezialisierung auf hochwertige, langlebige Nischenprodukte.

Strickwaren aus Apolda heute

Von der einst bedeutenden Apoldaer Strickwarenindustrie ist heute nur noch ein kleiner Teil geblieben. Während in den 1990er-Jahren noch zahlreiche Textilbetriebe in der Stadt produzierten, verschwanden die meisten Unternehmen in den folgenden Jahrzehnten oder entwickelten sich zu kleinen handwerklichen Betrieben.

strickchic ist heute der letzte verbliebene Betrieb in Apolda, der Strickwaren im industriellen Maßstab produziert. Damit führt das Unternehmen eine mehr als 400 Jahre alte Stricktradition der Stadt und zugleich seine eigene, 1896 begonnene Unternehmensgeschichte fort.

Der Schwerpunkt liegt dabei nicht mehr auf der Massenproduktion, die Apoldas Textilindustrie früher prägte. Die heutige Stärke liegt in hochwertigen Strickwaren, spezialisierten Nischenprodukten und flexibler Kleinserienproduktion.

Entwicklung, Strickerei und Konfektion befinden sich weiterhin am Standort Apolda. Moderne Flachstrickmaschinen treffen dort auf über Generationen aufgebautes Fachwissen über Garne, Maschen, Schnitte und die Verarbeitung hochwertiger Strickwaren.

Neben der Auftragsproduktion für Designer und Modeunternehmen gehören klassische Seemannstroyer, hochwertige Strickbekleidung und technische Textilien zu den Geschäftsfeldern. Unter der Marke Blauer Peter werden Troyer, Troyer-Jacken, Mützen und Schals direkt an Endkunden verkauft.

Damit steht strickchic exemplarisch für den Wandel der deutschen Textilindustrie: weg von großen Stückzahlen preisgetriebener Massenware und hin zu Qualität, Spezialisierung, technischem Know-how und flexibler Produktion in kleinen Serien.

Wer heute einen in Apolda gefertigten Troyer oder Pullover trägt, trägt deshalb auch ein Stück lebendiger Apoldaer Industriegeschichte.

Zeitstrahl: Mehr als 400 Jahre Strickwaren aus Apolda

1593 – „David der Strickermann“ wird im Apoldaer Erbzinsregister erwähnt.

um 1690 – Johann Nikolaus Eschner bringt den Strumpfwirkstuhl nach Apolda.

1789 – Christian Zimmermann gründet sein Verlegergeschäft und erweitert die Produktpalette.

1834 – Der Deutsche Zollverein erleichtert den überregionalen Handel.

1846 – Apolda erhält Eisenbahnanschluss und damit bessere Voraussetzungen für die Industrialisierung.

1891 – Der Apoldaer Wirkermeister August Baudert gründet den Deutschen Textilarbeiterverband.

1896 – Emil Moths gründet seine Strickerei in Apolda – Ursprung des heutigen Unternehmens strickchic.

1904 – Der Betrieb beschäftigt bereits 25 Mitarbeiter.

1923 – Emil Moths erhält ein Patent für eine Jacquardeinrichtung an Doppelschlossstrickmaschinen.

1972 – Das Unternehmen wird vollständig verstaatlicht und erhält den Namen strickchic.

1974 – Zusammenschluss zum VEB Herrenobertrikotagen.

1988 – Der VEB Thüringer Obertrikotagen beschäftigt fast 3.000 Menschen und verdeutlicht die damalige Dimension der Apoldaer Maschenwarenindustrie.

1990 – strickchic wird zunächst als Treuhandbetrieb weitergeführt.

1992 – Das Unternehmen wird reprivatisiert.

1996 – Zum 100-jährigen Firmenjubiläum wird eine neue Strickerei eingeweiht.

2007 – Entwicklung aktiv beheizbarer Unterwäsche und Entstehung von warmX.

2008 – Beginn der Produktion von Seemannstroyern.

2010 – Ausbau der Entwicklung und Auftragsproduktion für Designer und Modeunternehmen.

2014 – Übernahme der Seemannstroyer-Marken „Jan“, „Hein“ und „Fiete“.

2018 – Start des Direktvertriebs unter der Marke Blauer Peter über troyer-shop.de.

2021 – Neue Flachstrickmaschinen stärken die Produktion am Standort Apolda.

Von der Industriegeschichte zur Gegenwart

Die Geschichte der Apoldaer Strickwarenindustrie zeigt, wie eng Kleidung mit Technik, Wirtschaft und gesellschaftlichem Wandel verbunden ist.

Aus dem Handstricken entwickelte sich eine Industrie, die über Jahrhunderte das Leben einer ganzen Stadt bestimmte. Nach dem tiefen Einschnitt der 1990er-Jahre verschwanden die großen Produktionsstrukturen nahezu vollständig.

Geblieben sind jedoch Fachwissen, Erfahrung und industrielle Strickwarenproduktion.

strickchic führt diese Tradition heute in einer anderen Form weiter: nicht als Hersteller preisgünstiger Massenware, sondern mit hochwertigen Strickwaren, spezialisierten Produkten und flexibler Kleinserienfertigung.

Wer heute einen in Apolda gestrickten Troyer oder Pullover in den Händen hält, hält deshalb nicht nur ein Kleidungsstück in der Hand. In seinen Maschen steckt ein Stück einer mehr als 400 Jahre alten Stricktradition – weitergeführt mit modernen Maschinen, spezialisierten Fachkräften und dem Anspruch, hochwertige Strickwaren auch heute noch in Apolda herzustellen.

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